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Im Jahr 79 nach Christus passierte es. Der Vesuv, bis heute der letzte aktive Vulkan auf europäischem Festland, brach aus und begrub die antike römische Stadt Pompeji unter einer dicken Schicht aus heißer Asche und Lava. Die größte Naturkatastrophe in antiker Zeit hat uns heute ein einzigartiges Vermächtnis beschert. Unter den erkalteten Auswürfen des Vesuv jahrhundertelang konserviert und in moderner Zeit wiederentdeckt und ausgegraben, gestattet uns Pompeji das unglaubliche Abbild einer kompletten antik-römischen Stadt. Die Ruinen und Überreste locken alljährlich Millionen von Besuchern. Neben einfachen Wohnhäusern oder den Einrichtungen des täglichen Bedarfs gibt es hier auch ein Amphitheater, ein ganzes Straßennetz, kostbare Mosaike, einzigartige Wandmalereien (darunter sogar zeitgenössische Graffiti) und vieles mehr zu besichtigen.
Mindestens genauso sehenswert sind in diesem Zusammenhang die Überreste von Herculaneum. Dies war ebenfalls ein antiker Ort, auf der anderen Seite des Vesuvs gelegen. Insgesamt zwar weitaus kleiner als Pompeji, ist Herculaneum noch besser erhalten, da es beim Vesuvausbruch nicht von Asche und Lava, sondern von einer Schlammlawine begraben wurde.
Keine Überreste aus der römischen Zeit, sondern weitaus ältere aus der Zeit der griechischen Kolonisation in Süditalien, gibt es in Paestum zu bestaunen. Der antike Ort wurde irgendwann in antiker Zeit aufgegeben und erst im 18. Jahrhundert inmitten sumpfiger Wildnis, die sich mittlerweile gebildet hatte, wiederentdeckt. Paestum liegt ganz im Süden Kampaniens, im schönen Cilento, einer einzigartigen Naturregion, rund 50 Kilometer von Salerno entfernt. Äußerst sehenswert sind hier die erhaltenen Reste der griechischen Tempelbauten. Heratempel, Athenetempel und Poseidontempel werden Sie mit ihren mächtigen Säulen sicherlich beeindrucken. Ein interessantes Museum widmet sich der Geschichte der griechischen Kolonisation in Süditalien, die die Voraussetzungen für die spätere römische Epoche überhaupt erst ermöglichte und zur Entstehung von zahlreichen Städten wie Neapel (neo polis = griechisch „Neue Stadt“) geführt hat.
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