Freizeittipp für Hobbyfischer: Angeln an der Mecklenburgischen Seenplatte 100-150

Angler am See an der Mecklenburgischen Seenplatte Angeln an der Mecklenburgischen Seenplatte bedeutet sportlicher Anspruch vor zauberhafter Kulisse. Selbstgeräucherter Aal auf einer frischen Schwarzbrotstulle, zartes Hechtfleisch in einer wärmenden klaren Brühe oder ein köstliches Barschfilet aus Pfanne oder vom Grill: Fisch ist köstlich, vielfältig und eine nachhaltige Eiweißquelle, besonders wenn er von Ihnen selbst gefangen wurde. Und kaum eine andere Region eignet sich derart gut für einen Angelurlaub als das Binnenland Mecklenburg-Vorpommerns. Zum einen ist die Gewässerauswahl riesig und zum anderen können Sie dank des Touristenfischereischeins auch ohne eigenen Fischereischein Ihres Bundeslandes hier kapitalen Hechten, schlauen Barschen und selten gewordenen Aalen nachstellen. Nach einem erfolgreichen Tag auf den Seen steht einem Grillabend im Garten Ihres Ferienhauses an der Mecklenburgischen Seenplatte nichts im Wege.

Ihre Urlaubsregion im Überblick

Die Mecklenburgische Seenplatte ist einer von sechs Landkreisen des Bundelandes Mecklenburg-Vorpommern (zuzüglich zweier kreisfreier Städte) und trägt gerne den Beinamen „Land der 1.000 Seen“. Wobei eigentlich nur fast 10% der Fläche des Landkreises von Wasser bestimmt sind, prägt das kühle Nass dennoch einen Großteil des touristischen Freizeitangebotes. Vom Angeln einmal abgesehen, sind Segeln und Kanufahren vor Ort beliebte Sportarten.

Angeln an der Mecklenburgischen Seenplatte: Gewässerreichtum und Ferienhausvielfalt

Bei derart vielen Gewässern und Angelmöglichkeiten ist auch das Angebot an Ferienhäusern entsprechend groß. Unter den mehr als 1.000 Urlaubsunterkünften finden sich sowohl Ferienhäuser für Großfamilien oder die Freundesgruppe als auch kleinere Domizile für zwei oder vier Personen. In jedem Fall empfiehlt es sich, ein Haus direkt am Ufer eines der Seen zu ergattern. Vielerorts besteht auch die Möglichkeit, sich motorisierte Boote auszuleihen. Für alle Maschinen mit einer Leistung bis zu 15 PS ist kein Sportbootführerschein notwendig. Da macht auch MV keine Ausnahme. Ausnahmslos wiederum ist der Angelspaß an der Seenplatte. Allein auf dem See Müritz, das flächenmäßig größte Binnengewässer, welches vollständig in Mecklenburg-Vorpommern liegt, können Sie Tage lang Ihrem Lieblingshobby nachgehen. Und nur wenige Kilometer weiter westlich haben Sie mit dem Kölpinsee und dem Fleesensee zwei weitere attraktive Gewässer zur Verfügung.

Weitere Infos zum Angeln an der Mecklenburgischen Seenplatte

Es gibt jedoch zahlreiche spezielle kleine Bereiche, in denen das Angeln nur mit Einschränkungen oder gar komplett verboten ist. Oft sind es nur sehr lokale begrenzte Areale wie beispielsweise in einem Umkreis von 100m rund um die Drehbrücke in Malchow oder am Schifffahrtsanleger im städtischen Hafen von Röbel. Der Tiefe See wiederum erlaubt nicht das Angeln vom Boot aus und grundsätzlich ist in Mecklenburg-Vorpommern Schleppangeln in den Binnengewässern untersagt. Am besten Sie informieren sich in den örtlichen Touristeninformationen oder noch besser in lokalen Angelgeschäften und bei Bootsverleihern, bzw. Anbietern von geführten Angeltouren über regionalspezifische Begebenheiten.

Eine Besonderheit des Bundeslandes: der Touristenfischereischein

In Sachen Angeln ist der Touristenfischereischein eine der besten Erfindungen seit der Karbon-Rute oder des Stahlvorfachs. Bundesweit gibt es diese Möglichkeit der Freizeitfischerei nur in Mecklenburg-Vorpommern. Das Konzept funktioniert wie folgt. Online erhalten Sie eine Übersicht über Anlaufstellen, an denen Sie den Touristenfischereischein, also die zeitlich begrenzte Angelerlaubnis für Mecklenburg-Vorpommern, erwerben können. In der Regel sind dies ausgewählte Angelgeschäfte und die kommunalen bzw. städtischen Ordnungsämter. Nach Vorlage eines gültigen Ausweisdokumentes erhalten Sie die auf 28 Tage (am Stück) beschränkte Genehmigung. Auch ein sehr nützliches kleines Heftchen ist dabei, in dem Sie übersichtliche Tabellen zu Schonzeiten und Mindestmaße sowie Abbildungen von Fischarten haben und in dem Auszüge des Fischerreichrechtes MV abgedruckt sind. Dies ist das erste Dokument, um an der Mecklenburgischen Seenplatte Angeln zu gehen. Dann benötigen Sie zusätzlich, wie auch in Ihrem Bundesland, den Nachweis über die entrichtete Fischereiabgabe sowie die Gewässermarke, die Sie ebenfalls bei der Ausstellungsstelle des Touristenfischereischeins erhalten. Letztere ist, falls Sie mit den rechtlichen Richtlinien des Angelns noch nicht so vertraut sind, die Erlaubnis, in einem bestimmten Gewässer zu Angeln (beispielsweise auf der Müritz, auf dem Plauer See oder in der Feldberger Seenlandschaft an der Grenze zu Neubrandenburg.

Karpfenangeln an der Mecklenburgischen Seenplatte und mehr

Nicht nur an Silvester erfreut sich der Karpfen als Speisefisch großer Beliebtheit. Außerhalb des Festmahls zum Jahreswechsel ist der Friedfisch ebenfalls eine schmackhafte Alternative, falls Barsch und Hecht nicht beißen wollen. Wem die Y-Gräten des Karpfens zu anstrengend sind, der kann sich auch die Filets auslösen, diese durch den Fleischwolf drehen und sich köstliche Fischklößchen herstellen. Und bei einem kapitalen Fang von 20kg und mehr sind dies eine Menge Fischsnacks. Denn solche Kaventsmänner können Sie durchaus – mit ein wenig Glück – beim Angeln an der Mecklenburgischen Seenplatte aus dem Wasser ziehen.

Diesen Fischen können Sie im Urlaub nachstellen

Da Teile der Mecklenburgischen Seenlandschaft im geschützten Areal des Müritz Nationalparks liegen, können Sie im Ganzen von einer guten Wasserqualität und besten Bedingungen für zahlreiche Fischarten ausgehen. Im Nationalpark selbst unterliegt das Angeln, wenn nicht komplett verboten, natürlich besonderen Vorschriften. Doch dies nur am Rande. Wenn Sie Ihre Angelausrüstung in der Heimat für den Urlaub an der mecklenburgischen Seenplatte zusammenpacken, nehmen Sie am besten sowohl Friedfisch- als auch Raubfischgeschirr mit. Setzkescher und Futterkörbe, Stippruten und Rollen können alle im Reisegepäck landen. Denn beim Angeln an der Mecklenburgischen Seenplatte wartet auf Sie nicht nur der Karpfen. Sie können natürlich den anspruchsvollen Räubern Hecht und Zander nachstellen, ergattern mit Glück und Know-How kapitale Barsche und entlocken den Gewässern vielleicht sogar eine Bachforelle. Weißfische und Schlei tummeln sich ebenso in den Gewässern an der mecklenburgischen Seenplatte. Gab es während des Urlaubes noch keinen „Petri-Heil“-Moment, dann lag es vielleicht am falschen Köder. Dann kann vielleicht der Spezialköder, der 1.000 Seen-Wobler, der extra für die Mecklenburgische Seenplatte gefertigt wird, Abhilfe schaffen.

Mindestmaße, Schonzeit und Co.: Einige Tipps für den weitgerechten Angelurlaub

Als ehrlicher und passionierter Angler sind Worte wie Schonzeit und Mindestmaß für Sie keine Empfehlungen, sondern gesetzliche Vorschriften. Berücksichtigen auch Sie die geltenden Regelungen zum Schutz der Tiere. So gibt es mitunter vielleicht Besonderheiten, die es in Ihrem gewohnten Fischereirecht nicht gibt. Beim Angeln an der Mecklenburgischen Seenplatte, vor allem im Bereich der Müritz und des Plauer Sees, gelten beispielsweise für den Hecht ein Mindestmaß von 60cm und ein Maximalmaß von 90cm. Fisch außerhalb dieses Bereiches müssen schonend zurück ins Wasser gesetzt werden. Auch gilt eine Maximalanzahl für gefangene Fisch pro Tag. Auch hier wieder das Beispiel Müritz: maximal sind 20 Barsche sowie 10 Maränen und zwei der folgenden Arten, Hechte, Aal, Zander oder Karpfen, zu entnehmen.